Meine Notizbox

Im letzten Eintrag schrieb ich vom Neubeginn meines ALBATROS-Buchprojekts, und dass dabei kein Stein auf dem anderen blieb. Ich habe mich als Autorin wiedergefunden, meinen ganz eigenen Arbeitsstil entwickelt und bin mit der Geschichte gut vorangekommen.

Sonntag, 01. März 2015

ALBATROS-Karteikasten für Notizen zu Figuren, Orten,  Völkern, Gegenständen, etc. Foto: Petra A. Bauer

ALBATROS-Karteikasten für Notizen zu Figuren, Orten,  Völkern, Gegenständen. Foto: Petra A. Bauer

Ich war ja immer relativ davon begeistert, mit Papyrus Autor zu arbeiten, v.a. wegen der Datenbankanbindung zu Figuren und Orten. Ich klicke auf den Namen einer Figur und springe direkt zum dazugehörigen Datensatz, wo ich alle wichtigen Notizen zur Figur finde. Eigentlich sehr praktisch. Und trotzdem für meine Arbeitsweise mitunter nicht geeignet. Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich brauche gelegentlich Dinge zum Anfassen. Und ich neige zur (von außen betrachtet) Umstandskrämerei. Diese bringt bei mir allerdings viel schneller kreative Prozesse in Gang.

Beispiel gefällig?

Weil ich drei Meter von Rechner entfernt war, mein Notizbuch aber neben mir lag, notierte ich Plot-Ideen bzw, Ideen zu Figuren handschriftlich. Am nächsten Tag übertrug ich die Notizen in eine Evernote-Notiz. Es ging um einen bestimmten, bis dato nicht sehr wesentlichen, Aspekt im Leben der Protagonistin. Plötzlich tippe ich “HALT!”. Und statt einfach weiter die Notizen zu übertragen, stelle ich eine Frage zu dem, was ich übertragen habe. Die Frage führt zur nächsten und im Laufe des nächsten Absatzes beantworte ich diese nicht nur, sondern habe einen Namen für das, was ich zuvor erfunden habe, und was sehr wichtig für die Protagonistin und die gesamte Geschichte sein wird. Die Quintessenz dessen notiere ich zusätzlich ganz oldschool auf einer Karteikarte, obwohl man mir nun wirklich ncht vorwerfen kann, technikfeindlich zu sein ;-)

Aus einem Produktkarton (und Buchstaben-Geschenkpapier, weil mich der Produktaufdruck abgelenkt und wuschig gemacht hat) habe ich einen kleinen Kasten extra für das neu begonnene Manuskript gebastelt, wie ihr oben im Foto sehen könnt. Ich habe dort folgende Einteilungen gemacht:

  • Haupt-Protagonistin
  • weitere Figuren
  • Völker
  • Orte
  • Gegenstände

(spätestens jetzt werdet ihr gemerkt haben, dass es sich um eine Geschichte mit phantastischen Elementen handelt)

Zeichnungen

Wie ihr auf dem Foto vielleicht erkennt, habe ich den Notizen auch Zeichnungen beigefügt. Habe für eine Figur nach bestimmtem Stichwort eine Google-Bildersuche gestartet und das am besten passende Foto gezeichnet. Beim Zeichnen fiel mir etwas ganz Bestimmtes auf, das wieder wichtig für die Figur und die gesamte Geschichte wurde. Wenn ihr so wollt, behandle ich die Geschichtenentwicklung wie ein Gesamtkunstwerk.

Manuskript

Auch das Manuskript selbst entsteht über Umwege. In einer weiteren Evernote-Notiz experimentiere ich mit Sätzen und Story-Fragmenten. Was mir davon am besten gefällt kopiere ich in das Manuskript-Dokument. Momentan sind es noch Lit-Bits, d.h. Fragmente, die u. U. später an verschiedenen Stellen des Manuskripts auftauchen werden, die ich jedoch möglichst schon in der Reihenfolge des voraussichtlichen Erscheinens einsortiere. Im Grunde fülle ich beim Weiterarbeiten Lücken auf.

Wenn ich das so aufschreibe, klingt es WIRKLICH alles andere als einfach. Aber das passt zu mir: Ich bin noch nie den einfachen Weg gegangen. Mein verschwurbeltes ADS-Gehirn möchte mit allen Sinnen arbeiten. Und was für andere Menschen kompliziert aussieht, ist für mich genau der richtige Weg.

Es hat nur ziemlich lange gedauert, bis ich das erkannt und akzeptiert habe.

Wenn das Projekt veröffentlicht ist, kann ich gerne mal die Notizen dazu als Schreibtagebuch veröffentlichen, wenn ihr das möchtet (vermutlich ist das für Psychologen aufschlussreicher als für angehende Autoren, haha). Jetzt geht das noch nicht, weil ich damit wirklich alles verrate, was ich gerade schreibe.

Das Wichtige daran ist für mich auf jeden Fall der wiedergewonnene Spaß am Schreiben. Das ist echt unbezahlbar. Ich kann es kaum abwarten, bis das Manuskript fertig ist. Allerdings müsst ihr (und ich) da noch einiges an Geduld aufbringen, da ich für den ersten Band mindestens 400 Seiten geplant habe.

Schönen Sonntag noch!

Liebe Grüße

Petra

Rohmanuskript Stand 1. März 2015:

5 Normseiten, 1.172 Zeichen

Alles auf Anfang!

Vergesst alles, was ihr je über ALBATROS gehört und gelesen habt! Oder nehmt es nur zum Anlass, mal zu schauen, mit welchen Irrungen und Wirrungen Autoren gelegentlich zu kämpfen haben. Ich fange nämlich nochmal ganz von vorne an. Übrig geblieben ist nichts als die 15 Jahre alte Kern-Idee und der Name der Protagonistin.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Völliger Neubeginn

Euch dürfte ja nicht entgangen sein, dass ich seit geraumer Zeit ziemliche Probleme mit meinem Selbstverständnis als Autorin hatte. Aus diversen Gründen, die ich hier und heute nicht alle noch einmal aufzählen mag. Nur so viel: Mir war die Freude am Fabulieren unter meinen eigenen Ansprüchen verlorengegangen. Außerdem setzte ich die ganze Zeit darauf, alte Projekte neu zu beleben (woran ja erstmal nix Schlimmes ist), aber das hat mir beim Bewältigen dieses Schreib-Lochs auch nicht wirklich geholfen.

Was mir dagegen geholfen hat, war eine ausführliche Diskussion mit meinen Mädels von DeLiA beim virtuellen Autorenstammtisch. Sie haben nicht nur von ihren eigenen Erfahrungen berichtet (die teilweise sehr genau meinen gleichen), sondern mir auch liebevoll den Kopf zurecht gerückt. Ich solle doch mal den Anspruch fallen lassen, dieses eine, ganz besondere Buch schreiben zu wollen, das nicht in der Masse der Veröffentlichungen gleich wieder vergessen ist.

Das klingt vielleicht nach einem seltsamen Ratschlag, wirkte aber von null auf hundert ausgesprochen befreiend. Zusammen mit einer anderen Bemerkung, die mich sehr glücklich und zuversichtlich gemacht hat.

Und, was soll ich sagen? Ich habe mein Krampf-Projekt heute aufgelöst. Ich hatte für das ALBATROS-Projekt (in dem nie ein Vogel vorkam *g*) zwei Ideen, die ich unbedingt in einer einzigen Story verarbeiten wollte. Die Zeitebene war seltsam und die Antagonisten immer noch ein bisschen (oder ziemlich doll) unklar, obwohl ich mir das schöngeredet hatte. Ich hatte die Einstiegsszenen zigmal umgeschrieben, hatte Schwierigkeiten mit diversen Darlings, die ich alle nicht killen wollte, und mir das Leben damit super schwer gemacht. Also habe ich einfach ALLE Darlings gekillt :-)

Ich erzähle euch eine Geschichte

Ich konzentriere mich jetzt auf eine der beiden Kern-Ideen (die andere kommt eben in ein anderes Manuskript, das ist doch toll!) und darauf, einfach wieder eine Geschichte zu erzählen. Ich bin doch eine Geschichtenerzählerin und kein Perfektionsroboter! Ich werde es nie auf die Reihe kriegen, ein voll ausgereiftes Exposé zu schreiben, und wenn doch, dann ist die Story in meinem Kopf bereits erzählt - dann muss ich sie nicht mehr schreiben. Also lasse ich die Einfälle langsam kommen, schreibe mit und lasse mich (in gewissen Grenzen) überraschen. Meine Figuren sollen mir nicht auf der Nase herumtanzen, wenn ich etwas Bestimmtes mit ihnen vorhabe, aber am Anfang dürfen sie mir gerne die Richtung zeigen.

Ich habe heute bereits sehr viel geschrieben, und war verblüfft, welche Art von Geschichte sich dabei herauskristallisiert. Sogar die Gegend in der sie spielt, hat mich überrascht, aber es war plötzlich einfach da. Was nicht heißt, dass ich mich nicht noch anders entscheiden kann. Ich bin ja ganz am Anfang. Aber ich habe die Lust am Fabulieren wiedergefunden, und das ist in meinem Fall die Hauptsache.

Wollt ihr wissen, wie ich das gemacht habe?

Ich habe eine Evernote-Notiz, die “Schreibtagebuch” heißt. Dort habe ich zunächst hineingeschrieben, was mich in Bezug auf die DeLiA-Diskussion beschäftigt und weitergebracht hat. Dann habe ich “laut” darüber nachgedacht, ob ich etwas völig Neues anfange, oder zumindest eine Idee meines Herzensprojekts benutze, und wenn ja, welche. Daraufhin habe ich mir wichtige Fragen in Bezug auf Figuren und deren Fähigkeiten gestellt und so gut es ging beantwortet. Einiges habe ich stichwortartig auf Karteikarten notiert. In einer anderen Evernote-Notiz habe ich ein paar erste Sätze ausprobiert und das, was ich behalten wollte, in ein .doc kopiert.*** Zwei Seiten stehen da nun und ich habe gerade mehr Ideen als ich verkraften kann ;-)

*** .doc bzw .odt, weil mich in Papyrus Autor die ganzen Formatierungen und Datenbankanbindungen wieder nur total ablenken würden, und das kann ich gerade gar nicht brauchen.

Das Schöne ist aber, dass ich merke, ich erzähle wirklich eine Geschichte und erfülle keine Vorgaben. Ob ich dafür später einen Verlag finde, ist für mich in diesem Moment völlig unerheblich. Ich hatte mal gesagt, ich schreibe keine Zeile mehr ohne Vertrag, aber glücklicherweise kann ich meine Meinung ja ändern.

Und ich bin sicher, dass ich damit gar nicht so verkehrt liege.

Danke für eure Unterstützung, Mädels!

Liebe Grüße

Petra

Autorenstammtisch #17

Mela Eckenfels hatte 2013 (oder schon 2012?) den Autorenstammtisch ins Leben gerufen. Ich war anfangs dabei, schrieb aber dann so wenig und hab es auch öfter verplant. Dann gab es eine längere Stammtisch-Pause, aber eben haben wir uns in sehr kleiner Besetzung (Mela und ich), immerhin zum 17. Stammtisch getroffe. Themen: "Was bringt uns der NaNoWriMo noch?" und Selfpublishing.

Montag, 12. Januar 2015

Die Technik war übrigens lustig: In den ersten rd. 10 Minuten ist Mela zu sehen, die restliche Zeit dann ich. Die jeweils andere ist dann nur als Hörspiel dabei ;-)

Viel Spaß und wir freuen uns über Kommentare!

Liebe Grüße

Petra

Praktischer Wordtracker für Autoren

Bei Mela hatte ich im letzten Jahr den Tooltipp für einen Wortzähler gefunden, bei dem man seine täglichen und monatlichen Schreibziele festlegen und den Fortschritt ablesen konnte. Eine tolle Motivation, v.a. außerhalb des NaNoWriMo. Svenja, die diese Excel-Sheets erstellt, hat nun auch den Wordtracker für 2015 zum freien Download auf ihrer Homepage. Kann ich nur empfehlen!

Mittwoch, 07. Januar 2015

Screenshot Wordtracker 2015

Meine ersten Einträge für dieses Jahr lauten noch NULL. Ich habe nämlich erst heute meinen ersten Arbeitstag. Oder so was Ähnliches. Ich finde in dieses Arbeitsjahr nur sehr langsam hinein. Unter anderem, weil wir über den Jahreswechsel bei Freunden in Norddeutschland waren und ich von dort aus am Montag ich meinen Liebsten bei seiner neuen Arbeitsstelle in der Nähe von Hamburg abgesetzt habe. Gestern habe ich noch im Haus rumgeräumt (bin längst nicht fertig), und heute versuche ich mich mit der Planung für 2015 zu beschäftigen.

Falls ihr das reichlich spät findet - ich hatte ja 2014 schon einen groben Zeitplan für die eKrimiSerie erstellt. Den halte ich mittlerweile für überarbeitungsbedürftig und außerdem hadere ich - wie immer - mit meinen unterschiedlichen Kreativ-Zweigen. Und suche nach einer Methode, mit der ich es schaffe, an meinen vollkommen unterschiedlichen Projekten so zu arbeiten, dass alles möglichst gleichmäßig verteilt zu seinem Recht kommt. Einen Bereich hatte ich 2014 nämlich ganz vernachlässigt, was mich im Nachhinein sehr ärgert. Leider lässt sich mein Fokus auf den jeweiligen Bereich nicht so einfach an- und ausknipsen. Wenn ich einen Plan machen würde, á la: Am Montag Projekt A, DIenstag Projekt B, Mitttwoch Projekt C, etc. dann könnt ihr Gift drauf nehmen, dass ich am Dienstag lieber Projekt D bearbeiten würde. ADS ist nicht unbedingt hilfreich, wenn man vielfältige Interessen hat.

Und wenn dann noch Urlaub ist, dann geht das Gedankenkarussell erst richtig los, weil mein unterbeschäftigtes Hirn dann die Lücken füllen muss. So auch diesmal wieder. Lassen wir uns also gemeinsam überraschen, was ich in diesem Jahr ausbrüten werde ;-)

Um das Schreiben endlich weniger holprig zu gestalten, habe ich noch im letzten Jahr eine kabellose Tastatur / Maus fürs Notebook gekauft, und nun kann ich endlich tippen, ohne ständig versehentlich Text zu löschen. Das war ja doch ziemlich nervig.

Ich wünsche euch allen ein fantastisches (Schreib-) Jahr 2015!

Alles Gute -

Petra

Fröhliche Weihnachten und alles Gute für 2015!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten

Auswärts schreiben

Wir haben ein verlängertes Wochenende in Hamburg und Schleswig Holstein hinter uns. Mein Liebster braucht ja eine Wohnung in HH, wenn er ab Januar dort arbeitet, und weil wir ohnehin bei lieben Freunden einngeladen waren, haben wir das gleich verbunden. Und mein Arbeitsgerät war natürlich auch im Gepäck:

Dienstag, 16. Dezember 2014

Mein Arbeitsplatz bei Babette, Foto: Petra A. Bauer

Meine Freundin Babette ist eine Deko-Queen. Alles ist sehr liebevoll gestaltet, und so habe ich meinen Rechner am Esstisch inmitten von Weihnachtsdeko aufgebaut, als gerade einmal ein bisschen Leerlauf war. In dieser gemütlichen Atmosphäre schrieb es sich gleich viel besser. Größtenteils habe ich zwar überarbeitet, aber einige neue Einfälle sind mir auch gekommen.

Zwei Tage zuvor, habe ich ein bisschen Wartezeit überbrücken müssen und habe in einem Café in Reinbek geschrieben. Verblüffend, wie gut ich ohne Internetverbindung immer vorankomme ;-)

Schreiben im Café, Foto: Petra A. Bauer

Beim Thema Schreiben in Cafés fällt mir natürlich sofort der gleichnamige Schreibratgeber ein, der mir zu Anfang meiner Autorenlaufbahn sehr gute Dienste geleistet hat.

Der Umgebungswechsel tut meiner Kreativität jedenfalls sehr gut. Ich bin prima vorangekommen. Das aktuelle Manuskript umfasst jetzt 33 Seiten. Viel ist vom alten Text nicht übrig geblieben. Ich bin schon jetzt gespannnt, was die Testleser / Rezensenten sagen werden - v.a. die, die die Originalfasssung von 2006 kennen (und mögen).

A propos Rezensenten: Wenn ihr Lust habt, meinem Rezensenten-Club beizutreten, dann würde mich das außerordentlich freuen. Hier stehen alle Teilnahmebedingungen. Das Ganze ist für euch selbstverständlich völlig kostenlos. Dafür seid ihr die Ersten, die meine Bücher zu lesen bekommen.

Und nun haue ich mal wieder für die eKrimiSerie in die Tasten :-)

Alles Liebe

Petra

P.S.: Heutiges Pensum: 1515 Wörter - 9738 Zeichen = 5 Seiten


Seite 1 von 246 Seiten insgesamt.  1 2 3 >  Letzte »

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

.

.

über 10 Jahre writingwomans Autorenblog

Flattr this Mit flattr mal für writingwomans Autorenblog spenden, als kleines Dankeschön für die Inhalte.
Wie es geht, steht hier.

Themenspecial:
Wie schreibe ich ein Buch?

Grafik


Q & A - Verlag finden

Empfehlungen

...

Follow Me on Pinterest

Grafik

MEIN TWITTER-BLOG:
Treffpunkt Twitter

Grafik



Blogverzeichnisse
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis blogwolke.de - Das Blog-Verzeichnis